„Straßen in Flammen“ (1984), Regie: Walter Hill
Die Motorradgang „The Bombers“ mit ihrem
Anführer Raven (Willem Dafoe) entführen während eines Rockkonzerts die Sängerin Ellen Aim (Diane Lane). Ihr Ex-Freund
Tom Cody (Michael Paré), der sich als Söldner durchs Leben schlägt, lässt sich von ihrem
Manager Billy Fish (Rick Moranis) anheuern, um sie aus der Gewalt ihrer Entführer zu befreien.
Direkt nach
Ende der Dreharbeiten zu „Nur 48 Stunden“ machte sich Walter Hill daran ein
Traumprojekt zu schreiben und umzusetzen: „Straßen in Flammen“ sollte der
Auftakt einer Reihe von Filmen über den Einzelgänger und Ex-Soldaten Tom Cody
werden.
Leider
entpuppte sich das Projekt als Flop und Walter Hill musste seinen Traum von
einer Trilogie begraben. Was war schiefgelaufen? „Straßen in Flammen“ ist ein
stark stilisiertes Actionmärchen-Musical mit einem Crossover aus Moderne und
50er Jahre Stil. Hill macht sich gar nicht erst die Mühe irgendwelche
Charaktere zu entwickeln. Hier werden Archetypen aufeinander losgelassen. Das
Problem dabei ist, dass man in so einem Fall auch die entsprechenden Schauspieler
benötigt, die diese Archetypen glaubhaft darstellen können. Und in genau diesem
Punkt scheitert der Film: Michael Paré in der Rolle des schweigsamen Helden Tom
Cody bleibt viel zu blass, Diane Lane als Rocksängerin Ellen Aim wirkt abseits der
Konzertbühne viel zu jung und unerfahren für diese Rolle. Willem Dafoe als
Bösewicht Raven ist der einzige der Hauptdarsteller, der der Intention gerecht
wird. Immerhin schaffen es Amy Madigan und Rick Moranis in ihren Nebenrollen einen guten Eindruck zu machen.
Enttäuschend sind außerdem die langweiligen Songs, die von Jim Steinman und Ry Cooder beigesteuert wurden: Insbesondere die Lieder von Steinman wirken wie Stücke von der Resterampe Dieter Bohlens, die einst Bonnie Tyler zugedacht waren und aber von ihr zurückgewiesen wurden.
Enttäuschend sind außerdem die langweiligen Songs, die von Jim Steinman und Ry Cooder beigesteuert wurden: Insbesondere die Lieder von Steinman wirken wie Stücke von der Resterampe Dieter Bohlens, die einst Bonnie Tyler zugedacht waren und aber von ihr zurückgewiesen wurden.
Auch wenn der
Film zu einer Art Kultfilm geworden ist: Von einigen kleinen Momenten abgesehen:
Ein ganz schwacher Film.
