Sonntag, 21. September 2014

Kritik: "Straßen in Flammen"

„Straßen in Flammen“ (1984), Regie: Walter Hill

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"Streetsposterart" by Distributed by Universal Pictures. Licensed under Fair use via Wikipedia.

Die Motorradgang „The Bombers“ mit ihrem Anführer Raven (Willem Dafoe) entführen während eines Rockkonzerts die Sängerin Ellen Aim (Diane Lane). Ihr Ex-Freund Tom Cody (Michael Paré), der sich als Söldner durchs Leben schlägt, lässt sich von ihrem Manager Billy Fish (Rick Moranis) anheuern, um sie aus der Gewalt ihrer Entführer zu befreien.

Direkt nach Ende der Dreharbeiten zu „Nur 48 Stunden“ machte sich Walter Hill daran ein Traumprojekt zu schreiben und umzusetzen: „Straßen in Flammen“ sollte der Auftakt einer Reihe von Filmen über den Einzelgänger und Ex-Soldaten Tom Cody werden.

Leider entpuppte sich das Projekt als Flop und Walter Hill musste seinen Traum von einer Trilogie begraben. Was war schiefgelaufen? „Straßen in Flammen“ ist ein stark stilisiertes Actionmärchen-Musical mit einem Crossover aus Moderne und 50er Jahre Stil. Hill macht sich gar nicht erst die Mühe irgendwelche Charaktere zu entwickeln. Hier werden Archetypen aufeinander losgelassen. Das Problem dabei ist, dass man in so einem Fall auch die entsprechenden Schauspieler benötigt, die diese Archetypen glaubhaft darstellen können. Und in genau diesem Punkt scheitert der Film: Michael Paré in der Rolle des schweigsamen Helden Tom Cody bleibt viel zu blass, Diane Lane als Rocksängerin Ellen Aim wirkt abseits der Konzertbühne viel zu jung und unerfahren für diese Rolle. Willem Dafoe als Bösewicht Raven ist der einzige der Hauptdarsteller, der der Intention gerecht wird. Immerhin schaffen es Amy Madigan und Rick Moranis in ihren Nebenrollen einen guten Eindruck zu machen.

Enttäuschend sind außerdem die langweiligen Songs, die von Jim Steinman und Ry Cooder beigesteuert wurden: Insbesondere die Lieder von Steinman wirken wie Stücke von der Resterampe Dieter Bohlens, die einst Bonnie Tyler zugedacht waren und aber von ihr zurückgewiesen wurden.

Auch wenn der Film zu einer Art Kultfilm geworden ist: Von einigen kleinen Momenten abgesehen: Ein ganz schwacher Film.

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