Montag, 15. September 2014

Kritik: "Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr"

"Olympus Has Fallen" (2013), Regie: Antoine Fuqua


Olympus Has Fallen poster.jpg
"Olympus Has Fallen poster" by Believed to be Millennium Films - http://www.facebook.com/photo.php?fbid=540842625936879&set=a.519661028055039.110660.503790042975471&type=1&relevant_count=1. Licensed under Fair use via Wikipedia.

Wann immer jemand in Hollywood die Idee für einen High-Concept Film hat, verkündet ein weiteres Studio einen Konkurrenzstreifen: Seien es Vulkane (Volcano, Dante's Peak), Asteroiden (Deep Impact, Armageddon), der Mars (Mission to Mars, Red Planet) oder wie hier ein Überfall auf das Weiße Haus.
Eine ähnliche Geschichte erzählte im selben Jahr auch "White House Down" von Roland Emmerich. Doch der Film hat mich ziemlich enttäuscht, insbesondere nachdem Emmerich noch kurz zuvor mit "2012" sein persönliches Meisterwerk abgeliefert hatte.
Aber hier geht es um den Film, der es geschafft hatte, zuerst in die Kinos zu kommen. Als die Drehbuchautoren beim Studio vorstellig wurden und ihre Idee vorgetragen haben, muss das Gespräch etwa so gelaufen sein:
Studioboss: "Also? Was habt ihr?"
Autoren: "Stirb langsam im weißen Haus gemixt mit dem Anfang von Cliffhanger!"
Studioboss: "Gekauft!"
"Olympus Has Fallen" ist ein typischer "Malen nach Zahlen"-Hollywood-Actionfilm. Hochprofessionell gemacht, aber keinen Funken Originalität.
Zudem ist der Film mir dann auch noch zu brutal. Ich habe normalerweise keine Probleme mit Gewalt in Filmen, doch nach dem gefühlt vierzigsten Kopfschuss, reichte es mir dann auch irgendwann.
Welcher Film ist denn nun besser? "Olympus Has Fallen" oder "White House Down"? Beide Film haben eklatante Schwächen. Bei "WHD" fallen sie sogar noch leichter ins Augen, dennoch würde ich ihm den Vorzug geben. "OHF" ist perfekt konfektionierte Massenware, Emmerich dagegen hat zumindest ein wenig Persönlichkeit in seinen Film hinüberretten können und dies ist mir letztlich tausendmal lieber als ein seelenloses Fabrikprodukt.

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