"Der Prinzipal" (1987), Regie: Christopher Cain

"Principalposter1987" by Impawards. Licensed under Fair use via Wikipedia.
James Belushi ist für mich immer ein spannender Schauspieler gewesen. Wie sein Bruder John mit großen komödiantischen Talent gesegnet, hatte man bei ihm aber zeitgleich das Gefühl, dass unter der Oberfläche eine Lunte brennt und eine gewaltige Explosion bevorsteht. Es ist eine Schande, dass Hollywood ihn nicht besser zu nutzen wusste.
Belushi hatte Mitte bis Ende der 80er Jahre ein paar (nicht übermäßig große) Kinoerfolge als Hauptdarsteller und verschwand schließlich in Nebenrollen bis er mit seiner lustigen aber nicht sonderlich originellen Sitcom "Immer wieder Jim" ab 2001 langjährig im TV zu sehen war.
Belushi hatte Mitte bis Ende der 80er Jahre ein paar (nicht übermäßig große) Kinoerfolge als Hauptdarsteller und verschwand schließlich in Nebenrollen bis er mit seiner lustigen aber nicht sonderlich originellen Sitcom "Immer wieder Jim" ab 2001 langjährig im TV zu sehen war.
"Der Prinzipal" war die erste große Hauptrolle im Kino für ihn und auch wenn der Film nicht sonderlich erfolgreich war, ist es doch ein Schaukasten für sein unglaubliches Charisma.
James Belushi spielt den heruntergekommenen Lehrer Rick Latimer, der nachdem er mal wieder besoffen ausgerastet ist, eine unerwartete Beförderung erhält: Er wird zum Rektor der "Brandel High" auserkoren. Es erwartet ihn eine faustdicke Überraschung. Die Schule ist noch heruntergekommener als er selbst. Drogen und Gewalt stehen auf dem Schulplan, statt Mathe und Literatur.
Aber Rick Latimer hat vor dies, gemeinsam mit dem Hausmeister (Louis Gossett jr.) und einem Baseballschläger, nachhaltig zu ändern.
Wie man schon an der Inhaltsangabe sieht hat der Film nicht wirklich was mit Sozialschmonzetten a la "Dangerous Minds" zu tun. Es ist ein ein waschechtes B-Movie-Actiondrama, das sehr routiniert inszeniert ist und hochspannend erzählt wird.
Natürlich kann fällt der Film in die Kategorie einer "White Savior"-Geschichte, wo ein weißer edler Ritter die armen schwarzen Kids rettet, aber der Film macht eines sehr deutlich: Die Misere an der Brandel High haben nicht die (schwarzen und Latino-)Kids zu verantworten, sondern eine Kultur des Wegsehens, des Abwendens und der Resignation von Seiten der (weißen) Schulbürokratie.
Ein starker Film.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen